Oberste Drei-Quellen-Sicht und TSO-Prüfergebnis:
Quelle 1 (iTnews) bestätigt: Die Forscher benannten die Schwachstelle „YellowKey“; sie kann Windows 11, Windows Server 2022 und 2025 betreffen; und für sie ist physischer Zugriff auf den Computer erforderlich. Quelle 1 berichtet außerdem, dass die Forscher zugleich Details zu einer „GreenPlasma“ genannten Rechteausweitungs-Schwachstelle für Windows 11 sowie Windows Server 2022/2025 veröffentlicht hätten.
Quelle 2 (The Register) bestätigt: „YellowKey“ kann durch das Setzen eines BitLocker-PINs und einer BIOS-Passwortsperre abgeschwächt werden; veröffentlicht worden sei bei „GreenPlasma“ nur teilweise Exploit-Code, nicht ein vollständiges PoC.
Quelle 3 (Yahoo News Singapore) bestätigt: Diese beiden Nulltage heißen „YellowKey“ und „GreenPlasma“; „YellowKey“ ist ein Windows-BitLocker-Bypass, „GreenPlasma“ steht im Zusammenhang mit einer Windows-CTFMON-Schwachstelle zur beliebigen Sektionserstellung mit Rechteausweitung; außerdem wird behauptet, beide seien binnen 24 Stunden nach der Veröffentlichung von Proof-of-Exploit-Code bereits in aktiven Angriffen genutzt worden.
TSO-Prüfergebnis:
T (Topline, gemeinsamer Kernbefund): Alle drei Quellen bestätigen übereinstimmend, dass Forscher zwei mit Microsoft Windows verbundene Nulltag-/Schwachstellenoffenlegungen veröffentlicht haben, die „YellowKey“ und „GreenPlasma“ heißen.
S (Support, wechselseitig stützbare Details): „YellowKey“ steht im Zusammenhang mit einem BitLocker-Bypass; „GreenPlasma“ steht im Zusammenhang mit Rechteausweitung; dass „YellowKey“ physischen Zugriff erfordert, wird nur von Quelle 1 ausdrücklich erwähnt.
O (Outstanding, Uneinheitliches bzw. noch zu verifizierendes): Die technische Einordnung von „GreenPlasma“ ist in den drei Quellen nicht völlig deckungsgleich; auch die Form der veröffentlichten Materialien – „Details“ versus „teilweiser Exploit-Code“ – weicht voneinander ab; die Aussage, die Schwachstellen seien bereits aktiv angegriffen worden, wird nur von Quelle 3 genannt und lässt sich aus den anderen Quellen nicht bestätigen.
Gemeinsam bestätigte Fakten:
Forscher haben zwei Schwachstellen/Nulltage veröffentlicht, mit den Namen „YellowKey“ und „GreenPlasma“.
„YellowKey“ steht im Zusammenhang mit Windows BitLocker.
„GreenPlasma“ steht im Zusammenhang mit Windows-Rechteausweitung.
Die Berichte erschienen im Mai 2026 und drehten sich um Offenlegungen von Microsoft-Windows-Nulltagen.
Wesentliche Differenzen oder Abweichungen:
Die konkrete Beschreibung von „GreenPlasma“ variiert:
Quelle 1: beschreibt es als „teilweise Details“ zu einer Rechteausweitungs-Schwachstelle für Windows 11 und Server 2022/2025.
Quelle 3: beschreibt es als „Windows CTFMON arbitrary section creation elevation of privileges vulnerability“.
Quelle 2: sagt lediglich, dass teilweiser Exploit-Code zu „GreenPlasma“ veröffentlicht wurde.
Diese Formulierungen lassen sich anhand der vorliegenden Quellen nicht vollständig vereinheitlichen.
Die Form des veröffentlichten Materials unterscheidet sich:
Quelle 1: „teilweise Details“.
Quelle 2: „teilweiser Exploit-Code, nicht ein vollständiges PoC“.
Quelle 3: erwähnt „public proof of exploit code“.
Ob es sich um ein vollständiges PoC handelt, kann aus den Quellen nicht einheitlich bestätigt werden.
Ob die Schwachstellen bereits für Angriffe ausgenutzt wurden:
Nur Quelle 3 behauptet, beide seien innerhalb von 24 Stunden nach Veröffentlichung in aktiven Angriffskampagnen eingesetzt worden.
Die anderen beiden Quellen erwähnen dies nicht; daher ist dies auf Basis der gegebenen Quellen nicht bestätigt.
Gegenmaßnahmen:
Nur Quelle 2 nennt BitLocker-PIN und BIOS-Passwortsperre als mögliche Abschwächung für „YellowKey“.
Die übrigen Quellen erwähnen diese Maßnahme nicht.
Hintergrund und Analyse:
Aus den drei Quellen ergibt sich ein Bericht über eine Reihe öffentlich gemachter Offenlegungen zu Windows-Sicherheitsmechanismen. Im Zentrum steht „YellowKey“ mit der Fähigkeit, den BitLocker-Schutz zu umgehen, sowie das mit Rechteelevation verbundene „GreenPlasma“. Quelle 1 betont den betroffenen Umfang bei Windows 11 und Windows Server sowie die Notwendigkeit physischen Zugriffs; Quelle 2 lenkt die Diskussion auf die praktische Absicherung und nennt BitLocker-PIN sowie BIOS-Passwortsperre als mögliche Abhilfe; Quelle 3 verschärft die Risikodarstellung durch den Hinweis auf angeblich bereits laufende Angriffe, was jedoch nur von dieser einen Quelle gestützt wird.
Für eine quellenübergreifend belastbare Einordnung ist daher die vorsichtigste Schlussfolgerung: Die öffentliche Offenlegung von „YellowKey“ und „GreenPlasma“ ist durch mehrere Medien bestätigt; die technischen Details zu „GreenPlasma“, die Reife des veröffentlichten Exploit-Materials und eine tatsächliche Angriffsverwendung bleiben jedoch zwischen den Quellen uneinheitlich oder nur singulär belegt. In einer externen Berichterstattung sollte klar zwischen bestätigten Fakten und Aussagen einer Einzelquelle unterschieden werden.
Kurzfassung der drei Quellen:
Quelle 1 (iTnews): Fokus auf betroffene Systeme, physischen Zugriff und die gleichzeitige Offenlegung von „GreenPlasma“.
Quelle 2 (The Register): Fokus auf Abschwächungsmaßnahmen und die Einordnung von „GreenPlasma“ als nur teilweise veröffentlichten Exploit-Code.
Quelle 3 (Yahoo News Singapore): Fokus auf den angeblich bereits aktiven Angriffseinsatz und eine spezifischere technische Beschreibung von „GreenPlasma“.
Schlussfolgerung:
Auf Grundlage der gegebenen Quellen lässt sich sicher sagen, dass Forscher „YellowKey“ und „GreenPlasma“ als Windows-bezogene Schwachstellenoffenlegungen veröffentlicht haben; über die genaue technische Natur von „GreenPlasma“, den Reifegrad der veröffentlichten Materialien und eine breite tatsächliche Ausnutzung lässt sich jedoch nur eingeschränkt oder gar nicht gesichert urteilen.